Kosten 2026

Restnutzungsdauer-Gutachten Kosten 2026: Was ein Nutzungsdauer-Gutachten wirklich kostet

Ein Restnutzungsdauer-Gutachten kostet 2026 zwischen 699 Euro und rund 2.200 Euro. Kallang berechnet 699 Euro Festpreis inklusive Innen- und Außenbesichtigung, Fahrtkosten, Begleitschreiben und Nachbesserung. Andere Anbieter liegen laut öffentlichen Preisseiten mit Besichtigung bei 1.279 bis 1.949 Euro, lokale Sachverständige bei 1.500 bis 2.200 Euro. Die Kosten sind voll als Werbungskosten absetzbar und amortisieren sich typischerweise in wenigen Wochen bis Monaten.

Aktualisiert am 6. Oktober 2026 · 23 Minuten Lesezeit · 4.980 Wörter · Geprüft von Kallang Gutachten & Bewertungswesen

Anerkannt oder kostenlos. · Ortsbesichtigung inklusive · Sachverständige nach DIN EN ISO/IEC 17024

Wer nach den Kosten eines Restnutzungsdauer-Gutachtens sucht, findet Preise zwischen 699 Euro und über 2.000 Euro. Diese Spanne ist kein Zeichen unterschiedlicher Qualität, sondern unterschiedlicher Preismodelle: Manche Anbieter nennen einen Endpreis inklusive Besichtigung, andere einen Grundpreis, auf den Besichtigung, Fahrt, Express und Nachbesserung aufgeschlagen werden. Wer nur den ersten Preis vergleicht, vergleicht Äpfel mit Birnen.

Die Kosten für ein Restnutzungsdauer-Gutachten setzen sich aus bis zu sieben Bausteinen zusammen. Kallang fasst sie zu einem Festpreis von 699 Euro inklusive Umsatzsteuer zusammen, unabhängig von Wohnfläche und Objektart, mit Innen- und Außenbesichtigung in allen 16 Bundesländern, Begleitschreiben für das Finanzamt und kostenloser Nachbesserung. Andere Anbieter kommen laut ihren öffentlichen Preisseiten (Stand Oktober 2026) mit Besichtigung auf 1.279 bis 1.949 Euro, lokale Sachverständige typischerweise auf 1.500 bis 2.200 Euro.

Dieser Ratgeber zerlegt den Preis in seine Bestandteile, stellt die Marktübersicht als Tabelle dar, zeigt versteckte Kosten, rechnet die steuerliche Absetzbarkeit und die Amortisation an drei Beispielen durch und sagt ehrlich, wann der Preis im Verhältnis zum Nutzen zu hoch ist.

Kurzantwort: Was kostet ein Restnutzungsdauer-Gutachten 2026?

Die Kosten für ein Nutzungsdauer-Gutachten mit Ortsbesichtigung bewegen sich 2026 in drei Preisklassen:

  • Festpreis-Anbieter mit Besichtigung inklusive: Kallang 699 Euro, alles enthalten.
  • Online-Anbieter mit Baukastenpreis: Betongold Gutachten 1.279 Euro mit Ortstermin, Sprengnetter 1.349 Euro für Wohnung oder Ein-/Zweifamilienhaus, Gutachten.org ab 1.422,62 Euro im Paket mit Innen- und Außenbesichtigung, jeweils laut öffentlicher Preisseite, Stand Oktober 2026.
  • Lokale Sachverständige: typisch 1.500 bis 2.200 Euro komplett, Fahrt häufig extra, Nachbesserung nach Stundensatz.

Nach Abzug der Werbungskosten-Wirkung bei 42 Prozent Grenzsteuersatz kostet das Kallang-Gutachten netto rund 405 Euro. Die durchschnittliche Steuerersparnis der Kallang-Auftraggeber liegt bei rund 6.500 Euro pro Jahr, die typische Amortisation bei rund 6 Wochen. Welche steuerlichen und objektbezogenen Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen, beschreibt der Ratgeber zu den Voraussetzungen eines Restnutzungsdauer-Gutachtens.

Preisanatomie: Woraus sich die Kosten eines Restnutzungsdauer-Gutachtens zusammensetzen

Ein Restnutzungsdauer-Gutachten ist eine sachverständige Schätzung der tatsächlichen Nutzungsdauer nach § 7 Abs. 4 Satz 2 EStG und § 11c Abs. 1 EStDV. Die Arbeit dahinter besteht aus Aktenstudium, Ortsbesichtigung, Herleitung nach ImmoWertV, Ausarbeitung und Kommunikation mit dem Finanzamt. Jeder dieser Schritte verursacht Kosten, die Anbieter unterschiedlich bepreisen.

Baustein 1: Grundhonorar

Das Grundhonorar deckt die Auswertung der Unterlagen, die Herleitung der Restnutzungsdauer nach § 4 Abs. 3 ImmoWertV mit Anlage 1 (Gesamtnutzungsdauer) und Anlage 2 (Modernisierungspunkte) sowie die Ausarbeitung des Gutachtens ab. Am Markt liegt es laut öffentlichen Preisseiten zwischen 829 Euro (Betongold Gutachten) und 950,81 Euro (Gutachten.org bis 150 Quadratmeter), bei Sprengnetter bei 899 Euro. Bei Kallang gibt es kein separates Grundhonorar, sondern den Gesamtpreis von 699 Euro.

Baustein 2: Ortsbesichtigung

Die Innen- und Außenbesichtigung ist der teuerste Einzelbaustein, weil ein Sachverständiger anreisen, das Gebäude begehen, fotografieren und protokollieren muss. Marktüblich sind 450 Euro (Sprengnetter, Betongold Gutachten), 499 Euro (Gutachten.org) oder 535,50 Euro (Nutzungsdauer.com), jeweils Stand Oktober 2026. Gutachten.org bietet alternativ eine reine Außenbesichtigung für 199 Euro an. Bei Kallang ist die Innen- und Außenbesichtigung deutschlandweit im Festpreis enthalten.

Baustein 3: Fahrtkosten

Lokale Sachverständige berechnen Fahrtkosten häufig nach Kilometern oder Zeit. Bei einem Objekt 80 Kilometer vom Büro entfernt können so als Beispielannahme 100 bis 200 Euro zusätzlich anfallen. Online-Anbieter mit Sachverständigennetz regeln das unterschiedlich. Kallang schließt Fahrtkosten in allen 16 Bundesländern ein.

Baustein 4: Begleitschreiben für das Finanzamt

Ein Begleitschreiben erläutert dem Sachbearbeiter Rechtsgrundlage, Rechtsprechung und AfA-Berechnung. Lokale Sachverständige liefern es selten, weil es steuerliche Kenntnisse erfordert. Wo es separat angeboten wird, fällt es ins Grundhonorar oder wird nach Aufwand berechnet. Bei Kallang ist es Bestandteil jedes Gutachtens.

Baustein 5: Nachbesserung bei Rückfragen

Fragt das Finanzamt nach, muss der Sachverständige antworten, ergänzen oder präzisieren. Lokale Sachverständige berechnen das nach Stundensatz; als Beispielannahme kosten zwei Stunden à 150 Euro 300 Euro zusätzlich. Bei Kallang ist die Nachbesserung kostenlos, ohne Stundensatz, bis zur Entscheidung der Behörde.

Baustein 6: Express

Standard sind bei Kallang 7 Werktage nach vollständigen Unterlagen und Besichtigung. Express in 3 Werktagen kostet 200 Euro Aufpreis (899 Euro gesamt), Turbo in 24 Stunden 699 Euro Aufpreis (1.398 Euro gesamt). Nutzungsdauer.com berechnet laut Preisseite 708,05 Euro extra für Express binnen einer Woche. Sprengnetter nennt in der Regel 14 Tage, Betongold Gutachten meist 1 bis 3 Wochen.

Baustein 7: Kaufpreisaufteilung

Die Kaufpreisaufteilung ermittelt den Gebäudeanteil der Anschaffungskosten und ist ein eigenes Gutachten. Kallang bietet es für 349 Euro zusätzlich an. Es lohnt sich, wenn der Gebäudeanteil nach BMF-Arbeitshilfe unplausibel niedrig ist, weil es die AfA-Basis selbst erhöht. Der BFH hat am 21.07.2020 (IX R 26/19) entschieden, dass ein Gutachten der Arbeitshilfe vorgeht.

KostenbausteinMarktübliche Spanne (öffentliche Preisseiten, Stand Oktober 2026)Kallang
Grundhonorar829 € bis 950,81 €, teils Flächenstaffelim Festpreis
Innen- und Außenbesichtigung450 € bis 535,50 €inklusive, deutschlandweit
Fahrtkostenje nach Entfernung, bei lokalen Sachverständigen oft extrainklusive
Begleitschreiben Finanzamtselten enthalten, sonst nach Aufwandinklusive
Nachbesserung bei Rückfragennach Stundensatz oder kostenpflichtige Nachbesichtigungkostenlos bis zur Entscheidung
Express708,05 € (Nutzungsdauer.com, 1 Woche)+200 € (3 Werktage), +699 € (24 Stunden)
Kaufpreisaufteilungseparates Gutachten+349 €
Endpreis mit Besichtigung1.279 € bis 1.949 €, lokal 1.500 € bis 2.200 €699 €

Marktübersicht: Restnutzungsdauer-Gutachten Kosten im Anbietervergleich

Die folgende Tabelle fasst die Endpreise mit Innen- und Außenbesichtigung zusammen. Alle Angaben zu Wettbewerbern stammen von deren öffentlichen Websites, Stand September/Oktober 2026, und können sich ändern.

AnbieterPreis ohne BesichtigungBesichtigungEndpreis mit Innen- und AußenbesichtigungDauerBegleitschreibenNachbesserungGeld-zurück
Kallangkein Angebot ohne Besichtigunginklusive699 €7 Werktage, Express 3 Werktage, Turbo 24 hinklusivekostenlosAnerkannt oder kostenlos
Betongold Gutachten GmbH829 €+450 €1.279 €meist 1 bis 3 Wochenkeine öffentliche Angabekeine öffentliche Angabekeine öffentliche Angabe
Sprengnetter899 €+450 €1.349 € (Wohnung, Ein-/Zweifamilienhaus); 1.599 € (MFH bis 1.000 m²); 1.949 € (Wohn- und Geschäftshaus)i. d. R. 14 Tagekeine öffentliche Angabekeine öffentliche Angabekeine öffentliche Angabe
Gutachten.orgab 950,81 € (bis 150 m²), Staffel nach Fläche+199 € außen, +499 € innen und außenab 1.422,62 €keine öffentliche Angabekeine öffentliche Angabekeine öffentliche Angabekeine öffentliche Angabe
Nutzungsdauer.comkein einheitlicher Endpreis+535,50 €kein einheitlicher EndpreisExpress +708,05 €keine öffentliche Angabekeine öffentliche Angabekeine öffentliche Angabe
DEKRAHonorar auf Anfragenachgeholte Besichtigung kostenpflichtigauf Anfrageauf Anfragekeine öffentliche Angabekeine öffentliche Angabekeine öffentliche Angabe
Lokaler Sachverständigertypisch 1.500 € bis 2.200 € komplettmeist enthalten, Fahrt oft extra1.500 € bis 2.200 € plus Fahrtindividuellseltennach Stundensatzkeine

Einordnung der Preisunterschiede

Der Abstand zwischen Kallang und dem nächstgünstigeren Anbieter mit Besichtigung (Betongold Gutachten, 1.279 Euro) beträgt 580 Euro. Zu Sprengnetter sind es 650 Euro bei Wohnungen und 900 Euro bei Mehrfamilienhäusern, zu Gutachten.org mindestens 723,62 Euro, zu einem lokalen Sachverständigen mit 1.800 Euro als Beispielannahme 1.101 Euro. Diese Differenz ist nach Steuern zu bewerten: Bei 42 Prozent Grenzsteuersatz trägt der Vermieter 58 Prozent der Kosten selbst, also 336 Euro bei 580 Euro Differenz und 639 Euro bei 1.101 Euro Differenz.

Die Flächenstaffel bei Gutachten.org bedeutet, dass ein Mehrfamilienhaus mit 400 Quadratmetern teurer ist als eine Wohnung mit 70 Quadratmetern. Sprengnetter staffelt nach Objektart. Kallang berechnet für alle Objektarten und Flächen denselben Preis. Für Mehrfamilienhäuser ist der relative Vorteil deshalb am größten. Die detaillierten Gegenüberstellungen finden Sie unter Kallang vs. Sprengnetter, Kallang vs. Gutachten.org und Kallang vs. lokaler Sachverständiger. Den Anbieter aus Dresden behandelt der Ratgeber zum Betongold Gutachten.

Kallang sichert den Festpreis zusätzlich mit einer Bestpreisgarantie ab: Wer innerhalb von 14 Tagen nach Bestellung ein vergleichbares Restnutzungsdauer-Gutachten inklusive Ortsbesichtigung in Deutschland günstiger findet, erhält die Differenz erstattet.

Versteckte Kosten: Worauf Sie im Kleingedruckten achten

Die Erfahrung mit Preisvergleichen zeigt, dass der beworbene Preis und die Endrechnung in fünf Punkten auseinanderlaufen können.

  • Besichtigung als Option. Ein Grundpreis „ab 829 Euro“ oder „ab 950,81 Euro“ enthält keine Besichtigung. Wer sie dazubucht, zahlt 450 bis 535,50 Euro mehr. Wer sie weglässt, riskiert, dass das Finanzamt den Objektbezug anzweifelt.
  • Flächenstaffel. „Ab“-Preise gelten bis zu einer Flächengrenze, bei Gutachten.org bis 150 Quadratmeter. Darüber steigt der Preis stufenweise. Fragen Sie nach dem Preis für Ihre Fläche.
  • Fahrtkosten. Bei lokalen Sachverständigen sind Kilometerpauschalen oder Zeitaufwand für die Anfahrt verbreitet. Bei Online-Anbietern mit Netzwerk sollte die Frage lauten, ob die Anreise des regionalen Sachverständigen im Besichtigungspreis enthalten ist.
  • Nachbesserung nach Stundensatz. Rückfragen des Finanzamts sind kein Ausnahmefall. Wenn jede Stellungnahme 150 bis 250 Euro pro Stunde kostet, kann ein Verfahren mit zwei Rückfragen den Gutachtenpreis um mehrere hundert Euro erhöhen. Bei DEKRA ist laut öffentlicher Information eine nachgeholte Besichtigung kostenpflichtig.
  • Kein Begleitschreiben. Fehlt es, muss der Steuerberater die rechtliche Einordnung übernehmen und berechnet dafür sein Honorar.
  • Umsatzsteuer. Prüfen Sie, ob Preise brutto oder netto angegeben sind. Private Vermieter sind in der Regel nicht vorsteuerabzugsberechtigt, für sie zählt nur der Bruttopreis. Alle in diesem Ratgeber genannten Preise sind Bruttopreise.

Die Faustregel lautet: Vergleichen Sie nur Endpreise mit Innen- und Außenbesichtigung, Begleitschreiben und geregelter Nachbesserung. Alles andere ist ein Teilpreis.

Steuerliche Absetzbarkeit: Was das Restnutzungsdauer-Gutachten netto kostet

Die Kosten des Gutachtens sind bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung in voller Höhe als Werbungskosten absetzbar. Sie mindern im Jahr der Zahlung die Einkünfte aus der Anlage V. Der Nettopreis hängt deshalb vom persönlichen Grenzsteuersatz ab.

GrenzsteuersatzBruttopreis KallangSteuerersparnis durch WerbungskostenabzugNettokosten
30 %699 €209,70 €489,30 €
42 %699 €293,58 €405,42 €
45 %699 €314,55 €384,45 €

Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer erhöhen die Entlastung geringfügig und sind hier nicht berücksichtigt. Dieselbe Rechnung gilt für teurere Gutachten: Ein Gutachten für 1.349 Euro kostet bei 42 Prozent netto 782,42 Euro, eines für 1.800 Euro netto 1.044 Euro. Der Abstand zwischen den Anbietern schrumpft nach Steuern also um 42 Prozent, bleibt aber bestehen.

Beim Kaufpreisaufteilungs-Gutachten ist die Zuordnung differenzierter: Es betrifft die Anschaffung und wird in der Praxis häufig den Anschaffungsnebenkosten zugeordnet. Klären Sie das mit Ihrem Steuerberater.

Wichtig ist der Zeitpunkt: Wer das Gutachten im Dezember bezahlt, zieht die Kosten im laufenden Jahr ab. Wer im Januar zahlt, im Folgejahr. Bei einem Jahreswechsel kann es sich lohnen, die Zahlung bewusst in das Jahr mit dem höheren Grenzsteuersatz zu legen.

Amortisation: Formel und Rechenbeispiele

Die Amortisation beantwortet die Frage, nach wie vielen Monaten die Steuerersparnis die Gutachtenkosten übersteigt. Die Formel:

Amortisationszeit in Monaten gleich Gutachtenkosten geteilt durch (jährliche Steuerersparnis geteilt durch 12). Jährliche Steuerersparnis gleich (Restwert geteilt durch Restnutzungsdauer minus bisherige Jahres-AfA) mal Grenzsteuersatz.

Alle Zahlen in den Beispielen 2 bis 4 sind Beispielannahmen; Beispiel 1 ist ein anerkannter Kallang-Fall.

Beispiel 1: Gründerzeit-Mehrfamilienhaus Berlin-Neukölln, Baujahr 1912

Gebäudeanteil 872.400 Euro, bisher 2,0 Prozent gleich 17.448 Euro AfA pro Jahr. Gutachten: 22 Jahre Restnutzungsdauer, AfA 4,55 Prozent gleich rund 39.655 Euro pro Jahr. Mehr-AfA rund 22.207 Euro. Steuerersparnis bei 42 Prozent: 9.327 Euro pro Jahr oder 777 Euro pro Monat.

  • Amortisation brutto: 699 geteilt durch 777 gleich 0,9 Monate, also rund 4 Wochen.
  • Amortisation netto (405 Euro Eigenanteil): rund 2 Wochen.
  • Hätte der Eigentümer einen lokalen Sachverständigen für 1.800 Euro beauftragt: 2,3 Monate brutto.

Das Finanzamt Berlin-Neukölln hat das Gutachten im März 2025 ohne Rückfrage anerkannt.

Beispiel 2: Eigentumswohnung, Gebäudeanteil 210.000 Euro

Kaufpreis 300.000 Euro, Gebäudeanteil 70 Prozent, Baujahr 1965, bisher 2 Prozent gleich 4.200 Euro. Gutachten: 30 Jahre, neue AfA 7.000 Euro. Mehr-AfA 2.800 Euro.

  • Steuerersparnis bei 42 Prozent: 1.176 Euro pro Jahr gleich 98 Euro pro Monat. Amortisation 699 Euro: 7,1 Monate; netto 405 Euro: 4,1 Monate.
  • Steuerersparnis bei 30 Prozent: 840 Euro pro Jahr gleich 70 Euro pro Monat. Amortisation: 10 Monate; netto 489 Euro: 7 Monate.
  • Zum Vergleich lokaler Sachverständiger 1.800 Euro bei 42 Prozent: 18,4 Monate brutto, 10,7 Monate netto.

Über 30 Jahre wird eine Mehr-AfA von 84.000 Euro vorgezogen. Bei 42 Prozent entspricht das 35.280 Euro Steuer, die in den Jahren 1 bis 30 statt in den Jahren 31 bis 50 gespart wird.

Beispiel 3: Kleine Eigentumswohnung, Gebäudeanteil 100.000 Euro

Baujahr 1972, bisher 2 Prozent gleich 2.000 Euro. Gutachten: 35 Jahre, neue AfA 2.857 Euro. Mehr-AfA 857 Euro.

  • Steuerersparnis bei 42 Prozent: 360 Euro pro Jahr gleich 30 Euro pro Monat. Amortisation 699 Euro: 23 Monate; netto 405 Euro: 13,5 Monate.
  • Steuerersparnis bei 30 Prozent: 257 Euro pro Jahr. Amortisation: 33 Monate brutto.
  • Lokaler Sachverständiger 1.800 Euro bei 42 Prozent: 60 Monate brutto, 35 Monate netto.

Dieses Beispiel liegt im Grenzbereich. Bei Kallang rechnet es sich noch innerhalb von zwei Jahren, bei einem Gutachten für 1.800 Euro erst nach fünf Jahren. Hier entscheidet der Preis darüber, ob das Gutachten sinnvoll ist. Zusätzlich sollte geprüft werden, ob 35 Jahre realistisch sind oder ob Modernisierungsrückstau eine kürzere Dauer rechtfertigt. Bei 28 Jahren wäre die neue AfA 3.571 Euro, die Mehr-AfA 1.571 Euro und die Ersparnis bei 42 Prozent 660 Euro pro Jahr, die Amortisation 12,7 Monate.

Beispiel 4: Mehrfamilienhaus Hamburg-Eimsbüttel, Baujahr 1958

Anerkannter Kallang-Fall. Gebäudeanteil 1.184.000 Euro, bisher 2,0 Prozent gleich 23.680 Euro. Gutachten: 25 Jahre, AfA 4,0 Prozent gleich 47.360 Euro. Mehr-AfA 23.680 Euro. Steuerersparnis bei 42 Prozent: 9.946 Euro pro Jahr gleich 829 Euro pro Monat. Amortisation: 0,8 Monate. Anerkannt vom Finanzamt Hamburg-Nord im April 2025. Bei einem Sprengnetter-Preis für Mehrfamilienhäuser von 1.599 Euro (Stand Oktober 2026) wären es 1,9 Monate gewesen, bei 2.200 Euro 2,7 Monate.

Die Beispiele zeigen: Bei Mehrfamilienhäusern ist der Preis des Gutachtens nahezu bedeutungslos, weil sich jede Variante innerhalb weniger Monate rechnet. Bei kleinen Wohnungen entscheidet der Preis darüber, ob das Gutachten überhaupt sinnvoll ist. Ihre eigene Rechnung erstellt der AfA-Rechner in wenigen Schritten.

Kosten-Nutzen nach Objektgröße

Die folgende Tabelle setzt die Kallang-Kosten von 699 Euro ins Verhältnis zum Gebäude-Restwert. Annahmen: bisher 2 Prozent AfA, Gutachten mit 30 Jahren Restnutzungsdauer (3,33 Prozent), Grenzsteuersatz 42 Prozent. Die Mehr-AfA beträgt in dieser Konstellation 1,33 Prozent des Restwerts.

Gebäude-RestwertBisherige AfA (2 %)Neue AfA (30 Jahre)Mehr-AfA pro JahrSteuerersparnis pro Jahr (42 %)Amortisation 699 € bruttoVorgezogene AfA über 30 Jahre
100.000 €2.000 €3.333 €1.333 €560 €15 Monate40.000 €
200.000 €4.000 €6.667 €2.667 €1.120 €7,5 Monate80.000 €
400.000 €8.000 €13.333 €5.333 €2.240 €3,7 Monate160.000 €
800.000 €16.000 €26.667 €10.667 €4.480 €1,9 Monate320.000 €
1.200.000 €24.000 €40.000 €16.000 €6.720 €1,2 Monate480.000 €

Bei einer Restnutzungsdauer von 25 Jahren (4,0 Prozent) verdoppelt sich die Mehr-AfA auf 2,0 Prozent des Restwerts: Bei 100.000 Euro Restwert sind es 2.000 Euro Mehr-AfA, 840 Euro Ersparnis und 10 Monate Amortisation; bei 400.000 Euro 8.000 Euro Mehr-AfA, 3.360 Euro Ersparnis und 2,5 Monate Amortisation.

Bei 30 Prozent Grenzsteuersatz verlängern sich alle Amortisationszeiten um den Faktor 1,4: aus 15 Monaten werden 21, aus 3,7 Monaten 5,2.

Die Tabelle zeigt auch die Wirtschaftlichkeitsschwelle: Damit sich das Gutachten im ersten Jahr nach Steuern amortisiert, muss die Steuerersparnis den Eigenanteil von 405 Euro erreichen. Bei 30 Jahren Restnutzungsdauer ist das ab rund 72.400 Euro Restwert der Fall, bei 25 Jahren ab rund 48.300 Euro. Darunter lohnt sich das Gutachten über mehrere Jahre, aber nicht sofort.

Kosten je Objektart: Eigentumswohnung, Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus

Die meisten Anbieter staffeln den Preis nach Objektart oder Fläche. Das verändert den Kostenvergleich je nachdem, welche Immobilie Sie begutachten lassen. Die folgende Tabelle stellt drei typische Objekte gegenüber; die Wettbewerberpreise stammen von den öffentlichen Preisseiten, Stand Oktober 2026, jeweils mit Innen- und Außenbesichtigung.

ObjektKallangSprengnetterGutachten.orgBetongold GutachtenLokaler Sachverständiger (typisch)
Eigentumswohnung, 70 m², Baujahr 1965699 €1.349 €ab 1.422,62 €1.279 €1.500 € bis 2.200 €
Einfamilienhaus, 140 m², Baujahr 1958699 €1.349 €ab 1.422,62 €1.279 €1.500 € bis 2.200 €
Mehrfamilienhaus, 6 Wohnungen, 420 m², Baujahr 1930699 €1.599 €über 1.422,62 € (Flächenstaffel über 150 m²)1.279 €1.800 € bis 2.200 €
Wohn- und Geschäftshaus, 600 m²699 €1.949 €über 1.422,62 € (Flächenstaffel)1.279 €2.000 € und mehr

Für die Eigentumswohnung beträgt der Abstand zwischen Kallang und dem günstigsten Wettbewerber mit Besichtigung 580 Euro, zum teuersten Baukastenpreis 723,62 Euro. Für das Mehrfamilienhaus wächst der Abstand zu Sprengnetter auf 900 Euro, für das Wohn- und Geschäftshaus auf 1.250 Euro. Je größer das Objekt, desto größer der Vorteil eines flächenunabhängigen Festpreises. Gleichzeitig ist bei großen Objekten die Steuerersparnis so hoch, dass sich jeder Preis schnell amortisiert. Der Festpreis ist deshalb vor allem bei kleinen und mittleren Objekten entscheidend, bei denen ein teures Gutachten die Amortisation auf mehrere Jahre strecken würde.

Bei Eigentumswohnungen kommt ein weiterer Kostenaspekt hinzu: Die Besichtigung umfasst die Wohnung und die Gemeinschaftsbereiche (Treppenhaus, Keller, Dach, Fassade, Haustechnik). Der Aufwand unterscheidet sich kaum von dem bei einem Einfamilienhaus, weshalb eine Preisstaffel nach Fläche hier wenig mit dem tatsächlichen Aufwand zu tun hat. Die objektartspezifischen Besonderheiten erläutert die Seite Gutachten für Mehrfamilienhäuser.

Kostenverlauf über die Jahre: Einmalkosten gegen laufenden Vorteil

Die Gutachtenkosten fallen einmal an, der AfA-Vorteil jedes Jahr bis zum Ende der Restnutzungsdauer. Die folgende Verlaufsrechnung nutzt Beispiel 2 (Eigentumswohnung, Gebäudeanteil 210.000 Euro, Mehr-AfA 2.800 Euro, Grenzsteuersatz 42 Prozent, Steuerersparnis 1.176 Euro pro Jahr, Kallang-Kosten 699 Euro brutto, 405 Euro netto).

  • Jahr 1: Steuerersparnis 1.176 Euro minus Nettokosten 405 Euro gleich 771 Euro Vorteil.
  • Jahr 5: kumulierte Ersparnis 5.880 Euro minus 405 Euro gleich 5.475 Euro.
  • Jahr 10: 11.760 Euro minus 405 Euro gleich 11.355 Euro.
  • Jahr 20: 23.520 Euro minus 405 Euro gleich 23.115 Euro.
  • Jahr 30: 35.280 Euro minus 405 Euro gleich 34.875 Euro.

Ab Jahr 31 kehrt sich der Effekt um: Ohne Gutachten liefe die AfA mit 4.200 Euro weiter bis Jahr 50, mit Gutachten ist das Volumen nach 30 Jahren erschöpft. In den Jahren 31 bis 50 fehlen also 4.200 Euro AfA pro Jahr, insgesamt 84.000 Euro, exakt die Summe der vorgezogenen Mehr-AfA. Der Vorteil des Gutachtens ist deshalb ein Zins- und Liquiditätsvorteil: Sie haben 35.280 Euro Steuer 20 Jahre früher gespart, als es ohne Gutachten der Fall gewesen wäre. Wer dieses Geld tilgt, investiert oder als Rücklage hält, erzielt darauf eine Rendite, die den Gutachtenpreis um ein Vielfaches übersteigt. Hinzu kommt, dass viele Eigentümer die Immobilie nicht 50 Jahre halten; nach einem steuerfreien Verkauf außerhalb der Zehnjahresfrist bleibt der Vorteil vollständig bestehen.

Ein praktischer Hinweis zur Liquidität: Die Steuerersparnis fließt nicht erst mit dem Bescheid des Folgejahres. Sie können beim Finanzamt beantragen, die Einkommensteuer-Vorauszahlungen wegen der höheren AfA herabzusetzen. Dann wirkt das Gutachten bereits im laufenden Jahr auf den Kontostand. Ihr Steuerberater stellt den Antrag mit Verweis auf das Gutachten.

Nebenkosten des Verfahrens: Steuerberater, Unterlagen, eigene Zeit

Neben dem Gutachtenpreis entstehen in der Regel geringe weitere Kosten, die für eine vollständige Rechnung berücksichtigt werden sollten.

  • Steuerberater. Die Einreichung des Gutachtens mit der Steuererklärung, im Einspruch oder als Änderungsantrag ist Teil der laufenden Beratung. Je nach Honorarvereinbarung fällt dafür ein geringer Mehraufwand an; mit Begleitschreiben ist er kleiner, weil die rechtliche Einordnung bereits vorliegt. Viele Steuerberater schätzen das Begleitschreiben gerade deshalb, weil es ihnen die Argumentation gegenüber dem Finanzamt abnimmt.
  • Unterlagen. Grundbuchauszug und Bauaktenauskunft kosten bei den zuständigen Stellen Gebühren im zweistelligen Eurobereich (Beispielannahme). Grundrisse, Kaufvertrag und Energieausweis liegen meist vor. Fehlende Unterlagen ersetzt der Sachverständige durch Feststellungen vor Ort.
  • Eigene Zeit. Rechnen Sie mit ein bis zwei Stunden für die Zusammenstellung der Unterlagen, die Modernisierungsliste und die Besichtigung. Bei vermieteten Wohnungen ist zusätzlich ein Termin mit dem Mieter abzustimmen.
  • Kaufpreisaufteilung. Falls der Gebäudeanteil strittig ist, 349 Euro zusätzlich bei Kallang.

Alle diese Positionen sind, soweit sie Geld kosten, ebenfalls Werbungskosten bei Vermietung und Verpachtung. Für die Gesamtrechnung bleibt der Gutachtenpreis der mit Abstand größte Posten.

Mengenrabatt für Bestandshalter: Kosten bei mehreren Objekten

Wer mehrere vermietete Immobilien hält, kann die Gutachtenkosten pro Objekt senken. Kallang gewährt 5 Prozent Rabatt ab 10 Objekten und 10 Prozent ab 20 Objekten.

  • 10 Objekte: 10 mal 699 Euro gleich 6.990 Euro, minus 5 Prozent gleich 6.640,50 Euro, also 664,05 Euro pro Objekt. Ersparnis 349,50 Euro.
  • 20 Objekte: 20 mal 699 Euro gleich 13.980 Euro, minus 10 Prozent gleich 12.582 Euro, also 629,10 Euro pro Objekt. Ersparnis 1.398 Euro.

Für ein Portfolio von 20 Eigentumswohnungen mit je 150.000 Euro Gebäudeanteil (3.000.000 Euro gesamt), bisher 2 Prozent (60.000 Euro AfA), neuer Restnutzungsdauer 30 Jahre (100.000 Euro AfA), beträgt die Mehr-AfA 40.000 Euro pro Jahr. Bei 42 Prozent sind das 16.800 Euro Steuerersparnis pro Jahr gegenüber Gutachtenkosten von einmalig 12.582 Euro. Amortisation: 9 Monate für das gesamte Portfolio.

Bei einem Baukastenanbieter mit 1.349 Euro pro Objekt wären es 26.980 Euro ohne Rabatt. Die Differenz von 14.398 Euro entspricht fast einer vollen Jahresersparnis des Portfolios. Für Steuerberater, die Mandanten mit Beständen betreuen, ist der Mengenrabatt deshalb ein eigenes Argument in der Kostenberatung.

Bei mehreren Objekten kann jedes Gutachten einzeln eingereicht werden, auch bei unterschiedlichen Finanzämtern. Die Besichtigungen werden regional gebündelt, die Bearbeitungszeit von 7 Werktagen gilt pro Objekt nach Besichtigung und vollständigen Unterlagen.

Was das Ablehnungsrisiko kostet: Gutachten mit und ohne Besichtigung

Der häufigste Spargedanke lautet: Ein Gutachten ohne Ortstermin für 829 Euro ist günstiger als eines mit Ortstermin für 1.279 Euro. Gegenüber Kallang stimmt das nicht, weil 699 Euro mit Besichtigung unter 829 Euro ohne Besichtigung liegen. Aber auch unabhängig davon ist der Vergleich unvollständig, weil er das Risiko ausblendet.

Das BMF-Schreiben vom 22.02.2023 verlangt, dass sich das Gutachten auf das konkrete Gebäude bezieht und zu technischem Verschleiß, wirtschaftlicher Entwertung und rechtlichen Nutzungsbeschränkungen Stellung nimmt. Seit der im Jahressteuergesetz 2024 gescheiterten, aber diskutierten Pflicht zur Ortsbesichtigung achten Finanzämter verstärkt darauf. Ein Gutachten ohne Besichtigung kann den Zustand nur aus Fotos und Eigentümerangaben ableiten. Wie hoch das Ablehnungsrisiko dadurch ist, lässt sich nicht seriös beziffern. Aber die Folgen einer Ablehnung lassen sich beschreiben:

  • Die Kosten des ersten Gutachtens sind verloren, wenn der Anbieter keine Geld-zurück-Zusage gibt.
  • Ein zweites Gutachten mit Besichtigung kostet erneut.
  • Bei langem Verfahren verstreichen Veranlagungszeiträume, deren erhöhte AfA später nicht nachgeholt wird (nur der Restwert wird neu verteilt).
  • Einspruch und gegebenenfalls Klage verursachen Beratungskosten.

Eine Risikobetrachtung mit Beispielannahmen: Ohne Besichtigung 829 Euro, bei Ablehnung Zweitgutachten 1.279 Euro, Gesamtkosten im Ablehnungsfall 2.108 Euro. Mit Kallang 699 Euro, bei Ablehnung trotz Nachbesserung Erstattung des vollen Kaufpreises, Gesamtkosten im Ablehnungsfall 0 Euro. Die Garantiebedingungen stehen auf der Seite zur Erfolgsgarantie.

Wann der Preis zu hoch im Verhältnis zum Nutzen ist

Ein seriöser Kostenratgeber nennt auch die Fälle, in denen selbst 699 Euro zu viel sind.

Sehr kleiner Gebäude-Restwert

Unter etwa 40.000 Euro Restwert liegt die Mehr-AfA bei einer Verkürzung von 50 auf 30 Jahre bei höchstens 533 Euro pro Jahr, die Steuerersparnis bei 42 Prozent bei 224 Euro. Die Amortisation dauert über drei Jahre brutto. Das kann sich über die Laufzeit noch rechnen, der Aufwand steht aber in keinem guten Verhältnis zum Ertrag. Bei einer Verkürzung auf 25 Jahre sieht es besser aus: 800 Euro Mehr-AfA, 336 Euro Ersparnis, rund zwei Jahre Amortisation.

Vollständig oder weitgehend abgeschrieben

Wer ein Gebäude seit 45 Jahren hält, hat bei 2 Prozent noch 10 Prozent der Basis offen. Ein Gutachten mit 5 Jahren Restnutzungsdauer würde diese 10 Prozent auf 5 Jahre verteilen, also den Satz auf 2 Prozent der ursprünglichen Basis belassen. Kein Effekt.

Geplanter steuerpflichtiger Verkauf

Wer die Immobilie innerhalb der zehnjährigen Frist des § 23 EStG steuerpflichtig veräußert, muss beachten, dass die in Anspruch genommene AfA die Anschaffungskosten mindert und damit den steuerpflichtigen Veräußerungsgewinn erhöht. Die erhöhte AfA wird dann im Verkaufsjahr teilweise wieder aufgeholt. Der Liquiditätsvorteil bleibt, der Steuervorteil schrumpft. Nach Ablauf der zehn Jahre ist der Verkauf im Privatvermögen steuerfrei, und der Vorteil bleibt vollständig erhalten. Besprechen Sie diese Konstellation mit Ihrem Steuerberater.

Niedriger Grenzsteuersatz oder nicht verrechenbare Verluste

Bei einem Grenzsteuersatz von 20 Prozent beträgt die Ersparnis nur noch die Hälfte des 42-Prozent-Falls. Erzeugt die Vermietung ohnehin Verluste, die mangels anderer Einkünfte nicht verrechnet werden können, wirkt die Mehr-AfA erst über den Verlustvortrag in späteren Jahren.

Neubau ab 2023 und Kernsanierung

Für Gebäude mit Fertigstellung nach dem 31.12.2022 gelten bereits 3 Prozent (33 Jahre). Eine kürzere Restnutzungsdauer ist bei einem Neubau praktisch nicht begründbar. Kernsanierte Gebäude mit 18 bis 20 Modernisierungspunkten nach Anlage 2 ImmoWertV haben eine Restnutzungsdauer nahe Neubau, also deutlich über 50 Jahre. In beiden Fällen ist das Gutachten vergebliches Geld. Welche weiteren Wege es gibt, die AfA zu erhöhen, zeigt der Ratgeber AfA erhöhen.

Kallang klärt diese Fälle in der kostenlosen Ersteinschätzung vorab. Ergibt sie, dass sich das Gutachten nicht lohnt, erfahren Sie das, bevor Kosten entstehen.

Praxisbeispiele: Drei anerkannte Fälle in der Kostenperspektive

Die drei anerkannten Kallang-Fälle aus dem Jahr 2025 zeigen das Verhältnis von Kosten und Nutzen in realen Größenordnungen.

FallGebäudeanteilRND laut GutachtenAfA vorher → nachherSteuerersparnis pro JahrKosten GutachtenAmortisation bruttoVerhältnis Ersparnis zu Kosten im ersten Jahr
Berlin-Neukölln, MFH 1912, FA Berlin-Neukölln, anerkannt März 2025 ohne Rückfrage872.400 €22 Jahre2,0 % → 4,55 %9.327 €699 €rund 4 Wochen13,3 zu 1
Hamburg-Eimsbüttel, MFH 1958, FA Hamburg-Nord, anerkannt April 20251.184.000 €25 Jahre2,0 % → 4,0 %9.946 €699 €rund 3,5 Wochen14,2 zu 1
München-Haidhausen, ETW im MFH 1895, FA München, anerkannt Juni 2025 ohne Rückfrage624.000 €26 Jahre2,0 % → 3,85 %4.851 €699 €rund 7,5 Wochen6,9 zu 1

In allen drei Fällen übersteigt die Steuerersparnis des ersten Jahres die Gutachtenkosten um das Sieben- bis Vierzehnfache. In den beiden Fällen ohne Rückfrage entstanden keine weiteren Kosten. Im Hamburger Fall hätte eine Rückfrage bei einem Anbieter mit Stundensatz zusätzliche Kosten verursacht; bei Kallang war die Nachbesserung im Preis enthalten.

Rechtsprechung: Warum teure Bausubstanzgutachten nicht nötig sind

Die Kosten eines Restnutzungsdauer-Gutachtens hängen auch davon ab, welche Tiefe das Finanzamt verlangen darf. Hier hat die Rechtsprechung für Klarheit gesorgt.

Der BFH hat am 28.07.2021 (IX R 25/19) entschieden, dass sich der Steuerpflichtige jeder Darlegungsmethode bedienen kann, die im Einzelfall geeignet erscheint. Ein Bausubstanzgutachten ist nicht erforderlich. Die Schätzung anhand des Modells der Sachwertrichtlinie beziehungsweise ImmoWertV ist zulässig, und das Finanzamt darf keine überzogenen Anforderungen stellen. Ein Bausubstanzgutachten mit Materialproben und Laboranalysen würde ein Vielfaches eines ImmoWertV-Gutachtens kosten. Der BFH hat diese Kostenhürde beseitigt.

Ein Bausubstanzgutachten ist nicht Voraussetzung für die Anerkennung einer verkürzten tatsächlichen Nutzungsdauer. (Kernaussage BFH IX R 25/19, sinngemäß)

Am 23.01.2024 (IX R 14/23) hat der BFH das bestätigt und ergänzt, dass auch ein Verkehrswertgutachten eines öffentlich bestellten Sachverständigen mit Aussagen zur Restnutzungsdauer genügen kann und die wirtschaftliche Entwertung relevant ist. Vorinstanz war das FG Köln (23.03.2022, 6 K 923/20), das ein Gutachten mit Modellansatz anerkannt hatte.

Das FG Münster hat am 02.04.2025 (14 K 654/23 E) 23 statt 50 Jahre anerkannt und festgestellt, dass keine Zertifizierungspflicht des Gutachters besteht, die Methode frei wählbar ist und eine Schätzung mit Bandbreite zulässig ist. Das FG Hamburg hat am 01.04.2025 (3 K 60/23) entschieden, dass auch ein privat beauftragtes Gutachten genügt. Das FG Düsseldorf hat am 16.08.2023 (2 K 2449/18 E) eine vom gerichtlich bestellten Gutachter ermittelte kürzere Restnutzungsdauer anerkannt.

Für die Kostenfrage bedeutet das: Ein ImmoWertV-Gutachten mit Ortsbesichtigung und objektbezogener Begründung ist der angemessene Standard. Teurer muss es nicht sein. Wer dagegen weniger bietet, etwa ein Gutachten ohne Besichtigung, spart am falschen Ende. Alle Entscheidungen mit Einordnung finden Sie in der Urteilssammlung. Den Gesetzestext zu § 7 EStG stellt gesetze-im-internet.de bereit, die ImmoWertV 2021 ebenfalls unter gesetze-im-internet.de/immowertv_2021.

Typische Fehler beim Preisvergleich

  1. Grundpreis mit Endpreis verwechseln. 829 oder 950,81 Euro sind Grundpreise ohne Besichtigung. Der Endpreis mit Besichtigung liegt 450 bis 535,50 Euro höher.
  2. Flächenstaffel übersehen. Bei Anbietern mit Staffel nach Quadratmetern gilt der „ab“-Preis nur für kleine Objekte.
  3. Nachbesserung nicht einpreisen. Rückfragen des Finanzamts kommen vor. Ohne kostenlose Nachbesserung werden sie zum Kostenrisiko.
  4. Gutachten ohne Besichtigung als Sparvariante wählen. Gegenüber 699 Euro mit Besichtigung ist es nicht einmal günstiger, und es trägt ein Ablehnungsrisiko.
  5. Nettokosten nicht berechnen. Die Werbungskosten-Wirkung senkt den Eigenanteil bei 42 Prozent auf 58 Prozent des Preises.
  6. Amortisation nicht rechnen. Bei Mehrfamilienhäusern ist der Preisunterschied zwischen 699 und 1.800 Euro nach wenigen Wochen irrelevant; bei kleinen Wohnungen entscheidet er über Sinn oder Unsinn des Gutachtens.
  7. Bestpreisgarantie nicht nutzen. Wer nach der Bestellung bei Kallang ein günstigeres vergleichbares Angebot mit Besichtigung findet, erhält innerhalb von 14 Tagen die Differenz.
  8. Billigstes Angebot ohne Qualifikationsprüfung. Prüfen Sie Zertifikat nach DIN EN ISO/IEC 17024 oder öffentliche Bestellung. Wer das darf und wie Sie es prüfen, erläutert der Ratgeber Restnutzungsdauer-Gutachten: Wer macht das?.

Checkliste: Angebote für ein Restnutzungsdauer-Gutachten richtig vergleichen

Bevor Sie beauftragen, sollten Sie für jedes Angebot diese Punkte abhaken:

  • Endpreis inklusive Umsatzsteuer genannt, nicht nur „ab“-Preis.
  • Innen- und Außenbesichtigung enthalten, mit Fahrtkosten.
  • Preis unabhängig von Wohnfläche und Objektart oder Staffel transparent.
  • Sachverständiger öffentlich bestellt und vereidigt oder nach DIN EN ISO/IEC 17024 zertifiziert.
  • Methode nach ImmoWertV mit Stellungnahme zu technischem Verschleiß, wirtschaftlicher Entwertung und rechtlichen Nutzungsbeschränkungen.
  • Begleitschreiben für das Finanzamt enthalten.
  • Nachbesserung bei Rückfragen kostenlos und zeitlich unbegrenzt bis zur Entscheidung.
  • Geld-zurück-Zusage bei endgültiger Nichtanerkennung.
  • Bearbeitungsdauer verbindlich genannt, Express-Optionen mit Preis.
  • Bewertungen anderer Auftraggeber vorhanden (Kallang: 4,8 von 5 Sternen aus 127 Bewertungen).
  • Kostenlose Ersteinschätzung vor der Beauftragung.
  • Amortisation für Ihr Objekt mit dem AfA-Rechner überschlagen.

Wer alle Punkte mit Ja beantworten kann, hat ein vollständiges Angebot vor sich. Fehlen Punkte, rechnen Sie die fehlenden Bausteine zum Preis hinzu. Der aktuelle Stand der Marktpreise ist auf der Seite Nutzungsdauer-Gutachten Kosten im Vergleich zusammengefasst. Wie das Finanzamt das eingereichte Gutachten prüft und welche Rückfragen typisch sind, behandelt der Ratgeber Restnutzungsdauer-Gutachten Finanzamt.

Fazit: Restnutzungsdauer-Gutachten Kosten im Verhältnis zum Nutzen

Die Kosten eines Restnutzungsdauer-Gutachtens liegen 2026 zwischen 699 Euro und rund 2.200 Euro. Der Unterschied erklärt sich fast vollständig durch das Preismodell: Festpreis mit allen Bausteinen oder Grundpreis plus Besichtigung, Fahrt, Nachbesserung und Express. Nur Endpreise mit Innen- und Außenbesichtigung, Begleitschreiben und geregelter Nachbesserung sind vergleichbar. Nach dem Werbungskostenabzug bei 42 Prozent kostet das Kallang-Gutachten netto rund 405 Euro.

Die Amortisation liegt bei Mehrfamilienhäusern bei wenigen Wochen, bei mittleren Eigentumswohnungen bei einigen Monaten, bei kleinen Wohnungen unter 100.000 Euro Gebäudeanteil bei ein bis zwei Jahren. Ab rund 72.400 Euro Gebäude-Restwert rechnet sich das Gutachten bei 30 Jahren Restnutzungsdauer bereits im ersten Jahr. Nicht lohnend ist es bei Selbstnutzung, Neubau ab 2023, Kernsanierung, weitgehend abgeschriebenen Gebäuden und sehr kleinen Restwerten.

Die Handlungsempfehlung: Überschlagen Sie die Ersparnis mit dem AfA-Rechner, holen Sie eine kostenlose Ersteinschätzung ein und beauftragen Sie ein Gutachten mit Besichtigung zum Endpreis. Bei Kallang sind das 699 Euro inklusive Besichtigung, Begleitschreiben, Nachbesserung und der Garantie „Anerkannt oder kostenlos“, bestellbar über die Seite Bestellung und Preise.

Häufige Fragen

Was kostet ein Restnutzungsdauer-Gutachten?

Die Kosten liegen 2026 zwischen 699 Euro und rund 2.200 Euro. Kallang bietet einen Festpreis von 699 Euro inklusive Umsatzsteuer, Innen- und Außenbesichtigung und Begleitschreiben. Online-Anbieter verlangen laut öffentlichen Preisseiten, Stand Oktober 2026, mit Besichtigung 1.279 bis 1.949 Euro, lokale Sachverständige typischerweise 1.500 bis 2.200 Euro zuzüglich Fahrt.

Sind die Kosten für ein Nutzungsdauer-Gutachten steuerlich absetzbar?

Ja, die Gutachtenkosten sind bei Vermietung und Verpachtung in voller Höhe als Werbungskosten absetzbar. Bei einem Grenzsteuersatz von 42 Prozent kostet ein Gutachten für 699 Euro netto rund 405 Euro, bei 30 Prozent rund 489 Euro. Der Abzug erfolgt im Jahr der Zahlung über die Anlage V.

Warum ist ein Restnutzungsdauer-Gutachten bei manchen Anbietern so viel teurer?

Die Preisunterschiede entstehen vor allem durch separat berechnete Besichtigungen (199 bis 535 Euro), Flächenstaffeln, Fahrtkosten und Nachbesserungen nach Stundensatz. Ein Grundpreis von 829 oder 950 Euro ohne Besichtigung wirkt günstig, liegt mit allen Bausteinen aber bei 1.279 bis über 1.400 Euro. Entscheidend ist der Endpreis mit Besichtigung.

Wie schnell amortisiert sich ein Restnutzungsdauer-Gutachten?

Die Amortisationszeit in Monaten ergibt sich aus Gutachtenkosten geteilt durch die monatliche Steuerersparnis. Bei einer Eigentumswohnung mit 210.000 Euro Gebäudeanteil und 30 Jahren Restnutzungsdauer sind das rund 7 Monate, bei einem Mehrfamilienhaus mit 870.000 Euro Gebäudeanteil rund 4 Wochen. Kallang-Auftraggeber erreichen die Amortisation im Schnitt nach rund 6 Wochen.

Kostet die Ortsbesichtigung extra?

Das hängt vom Anbieter ab. Bei Kallang ist die Innen- und Außenbesichtigung deutschlandweit inklusive Fahrtkosten im Festpreis von 699 Euro enthalten. Gutachten.org berechnet laut Preisseite 499 Euro für Innen- und Außenbesichtigung, Nutzungsdauer.com 535,50 Euro, Betongold Gutachten 450 Euro, Sprengnetter 450 Euro, jeweils Stand Oktober 2026.

Gibt es Mengenrabatt für mehrere Immobilien?

Kallang gewährt 5 Prozent Rabatt ab 10 Objekten und 10 Prozent ab 20 Objekten. Bei 10 Gutachten sinkt der Preis pro Objekt auf 664,05 Euro, bei 20 Gutachten auf 629,10 Euro. Für Bestandshalter mit einem Portfolio ergibt das bei 20 Objekten eine Ersparnis von 1.398 Euro gegenüber dem Einzelpreis.

Was kostet ein Express-Gutachten?

Bei Kallang kostet der Express-Service mit Fertigstellung in 3 Werktagen 200 Euro Aufpreis, also 899 Euro insgesamt. Der Turbo-Service in 24 Stunden kostet 699 Euro Aufpreis, also 1.398 Euro. Die Standardbearbeitung in 7 Werktagen ist im Festpreis enthalten. Nutzungsdauer.com berechnet laut Preisseite 708,05 Euro extra für Express binnen einer Woche.

Wann lohnt sich ein Restnutzungsdauer-Gutachten nicht?

Nicht lohnend ist es bei Selbstnutzung, bei Neubauten ab 2023, nach einer Kernsanierung, bei vollständig abgeschriebenen Gebäuden und bei sehr kleinen Gebäude-Restwerten unter etwa 40.000 Euro. Auch ein steuerpflichtiger Verkauf innerhalb der zehnjährigen Frist kann den Vorteil mindern, weil die höhere AfA den Veräußerungsgewinn erhöht.

Was kostet eine Kaufpreisaufteilung zusätzlich?

Kallang bietet das Kaufpreisaufteilungs-Gutachten für 349 Euro zusätzlich zum Nutzungsdauer-Gutachten an, zusammen also 1.048 Euro. Es lohnt sich, wenn der Gebäudeanteil nach BMF-Arbeitshilfe unplausibel niedrig ausfällt. Der BFH hat mit IX R 26/19 entschieden, dass ein Gutachten der Arbeitshilfe vorgeht.

Was passiert mit den Kosten, wenn das Finanzamt das Gutachten ablehnt?

Bei Kallang gilt die Garantie „Anerkannt oder kostenlos“. Erkennt das Finanzamt das Gutachten trotz kostenloser Nachbesserung endgültig nicht an, wird der volle Kaufpreis erstattet. Bei den meisten anderen Anbietern und lokalen Sachverständigen gibt es keine Geld-zurück-Zusage, und Nachbesserungen werden nach Stundensatz berechnet.

Ist ein günstiges Gutachten ohne Besichtigung eine Alternative?

Preislich wirkt ein Gutachten ohne Ortstermin für 829 Euro attraktiv, es liegt aber über dem Kallang-Festpreis mit Besichtigung. Fachlich fehlt ihm der Objektbezug, den das BMF-Schreiben vom 22.02.2023 verlangt. Seit dem Jahressteuergesetz 2024 achten Finanzämter verstärkt auf die Ortsbesichtigung. Das Ablehnungsrisiko lässt sich nicht beziffern, aber vermeiden.

Gibt es eine Bestpreisgarantie?

Ja. Wer innerhalb von 14 Tagen nach Bestellung bei Kallang ein vergleichbares Restnutzungsdauer-Gutachten inklusive Ortsbesichtigung in Deutschland günstiger findet, bekommt die Differenz erstattet. Vergleichbar bedeutet Innen- und Außenbesichtigung, zertifizierter Sachverständiger und Begleitschreiben.

Dieser Ratgeber informiert allgemein über die steuerliche Behandlung der Gebäudeabschreibung und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall. Rechtsstand: 6. Oktober 2026.

Kürzere Nutzungsdauer nachweisen. Anerkannt oder kostenlos.

699 € einmalig, Innen- und Außenbesichtigung inklusive, Begleitschreiben für das Finanzamt, Nachbesserung ohne Stundensatz. Wird das Gutachten endgültig nicht anerkannt, erhalten Sie den Kaufpreis zurück.

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